33. Deutscher Rock & Pop Preis 2015 – Rückblick: Mehr Deutschsprachiges, mehr Solo

Beim 33. Deutschen Rock & Pop Preis in Siegen spielten gut 70 Musiker und Bands um den Sieg in einer der sieben Hauptkategorien. Insgesamt wurden im Rahmen des Marathon-Events Preise in mehr als 120 Kategorien vergeben.

„Mal gucken, was so geht“, sagt Michael Witte, der mit seiner Band zum ersten Mal beim Deutschen Rock & Pop Preis teilnimmt. „Es ist alleine schon spannend zu erleben, wie der Ablauf hier getaktet ist, das erfordert eine hohe Profes­sio­nalität von allen“, urteilt er. Über sieben Stunden hinweg treten beim 33. Deutschen Rock und Pop Preis in Siegen gut siebzig Künstler in sieben Hauptkategorien gegeneinander an. Jeweils einen Song dürfen sie performen, nahezu im Fünf-Minuten-Takt wechseln die Musiker vor den Augen der achtzehnköpfigen Jury.

Die Favoriten in den Hauptkategorien werden live vor Ort ermittelt, die Gewinner in den übrigen 117 Neben- und Sonderkategorien wurden zuvor aufgrund der Einreichungen bestimmt, aber ebenfalls live in Siegen verkündet. Michael Witte schafft es zwar in keiner der Haupt­kate­gorien nach oben, sichert sich aber den dritten Platz in der Kategorie „Bester deutschsprachiger Song des Jahres“. Ole Seelenmeyer, Initiator des Rock & Pop Preises und Vorsitzender des Deut­schen Rock & Pop Musikerverbands, beobachtet, dass immer mehr Künstler auf Deutsch singen und dass zudem die Zahl der Solokünstler tendenziell zunimmt. Juror Bernd Giezek fällt auf, dass viele Künstler ihre Songs nicht mehr so stark überladen. „Das tut den Titeln gut.“

Manche Sänger und Bands sehen alleine schon die Teilnahme als Sieg an, hatten sie sich doch zuvor im Rahmen eines Bewerbungs­ver­fahrens als Finalisten qualifiziert. Krak aus München zum Beispiel haben gerade ihre erste CD aufgenommen und freuen sich auf eine gute Banderfahrung. „Uns geht es darum, auf der Bühne zu stehen“, sagt Bassist Götz Hagemann. Die Indie-Rocker Unlimited aus der Nähe von Heidelberg haben ihre erste CD „Get Into Your Shoes“ aufgenommen, auf Facebook bereits gut 4000 Fans gesammelt und hoffen auf mehr.
In der Kategorie Rock erhalten dann allerdings The Jukes aus Rödermark in Südhessen den „Deutschen Rock Preis 2015“, der „Deutsche Pop Preis 2015“ geht an Dexico aus dem bayerischen Wangen. Robert Mietzner aus der Nähe von Berlin siegt als bester deutscher Singer und Songwriter, den Singer-Preis 2015 holt sich die Band So Izzy aus dem fränkischen Nordheim. In der Kategorie Hard Rock gehen Magistarium als Sieger hervor, Berlin Syndrome landen im Bereich Alternative ganz oben. Erstmals ohne eigene Kategorie sind Country sowie Funk & Soul, die in den Kategorien Pop, beziehungsweise Rock Unterschlupf finden. Hier siegen die Country-Musiker Voices of Sunrise aus Dornburg und Annina Struve & Hugoonion aus Drolshagen.

 

Text: Simon Colin | Mit freundlicher Genehmigung von MUSIKMARKT | Foto: Ludwig Czapla – www.fotoknips.de

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2016.

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