50 Jahre Backstage: Fritz Rau – Erinnerungen eines Konzertveranstalters

MM: Fritz, fünfzig Jahre ist es her, seitdem du als Konzertveranstalter die schwarzen Bluesmusiker im Rahmen der American Folk Blues Festivals für zwei Jahrzehnte in Europa präsentiert hast. Fasziniert dich der Blues noch immer?

FRITZ RAU: Ja. Blues, Jazz und Soul – das ist die Verkörperung der Freiheit und der Menschlichkeit. Für jemanden wie mich, der in seiner Jugend Diktatur und Rassismus erleben musste, sind dies unschätzbare Werte. Darüber hinaus ist der Blues für mich eine Seelennahrung und ein Heilmittel, das mir in Situationen von starker beruflicher Überlastung immer wieder geholfen hat, meine Erschöpfungsdepressionen zu überwinden. Noch heute belebt mich der Blues, er tut mir einfach gut.

Wichtig waren uns auch andere authentische musikalische Ausdrucksformen, die aus ethnischen Minderheiten entstanden. Im Festival Flamenco Gitano z. B. haben wir La Singla undPaco de Lucia präsentiert. Und mit Soul-Musikern wie Ray Charles, James Brown, Aretha Franklin und Tina Turner verband uns die Begeisterung für Spiritual und Gospel-Musik.

MM: Der schwarze Blues mit Namen wie Willie Dixon, Muddy Waters, T-Bone Walker oder John Lee Hooker fand eine Entsprechung im weißen Blues bei …

RAU: … z. B. Pete Seegers bei unserem Festival of American Folk and Country, eine Musik, die auch spätere Weltstars wie Bob Dylan und Joan Baez, die wir in Deutschland präsentieren durften, inspiriert haben.

Interview: Friederike Weisse/Musiker Magazin
Fotoquelle: Fritz Rau

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 04/2012.

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