Das Groovephänomen – Eine Analyse

Er steht als ästhetisches Ideal im Zentrum sämtlicher aus der afroamerikanischen Musikkultur hervorgegangenen musikalischen Strömungen und ist ebenso aus zahlreichen nachfolgenden Genres kaum wegzudenken, gar allgegenwärtig. Dennoch entzieht sich dessen Begrifflichkeit aufgrund seiner faszinierenden Komplexität jeglicher allgemein gültigen Bestimmung. Grund genug, sich einen Überblick über die strukturelle Beschaffen heit und die emotionale Wirkungsdimension jenes musikalischen Phänomens zu verschaffen.

Von zentraler Bedeutung für die Gestaltung eines Grooves ist das Fühlen und Ausführen des richtigen Timings. Der Prozess der Timinggestaltung wird von Musikern durch die Einbeziehung diverser rhythmischer Parameter beeinflusst. Zunächst gibt es da den Aspekt der Subdivision, auch Mikrotiming genannt. Dieser findet auf einer Art Sub-Beatebene statt und meint die Unterteilung des Beats in kleinere Einheiten (z. B. Achtel, Triolen, Sechzehntel), wodurch die Regelmäßigkeit der Pulsation jedoch nicht beeinflusst wird. Ein weiteres Verfahren charakterisiert die Phrasierung einzelner Strukturelemente. Dies findet auf der Beatebene selbst statt und meint die Ausführung der Subdivision. Hier kommt es beispielsweise zu einer binären Gestaltung des musikalischen Materials oder durch eine ternäre Strukturierung zu einer Interpretation im Shufflefeel. Und selbst dazwischen besteht ein enormer Variationsspielraum – man denke an die In-between-Spielweise.

Text: Hendrik Hoinkis | Foto: © M.Studio/Fotolia.com

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2013.

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