DCseven – Mal rockig, mal funky, gerne mit Soul- und Jazzelementen – und dabei immer selbst gemacht

Letztes Jahr veröffentlichten sechs Aachener Musiker ihr Debüt „Destiny“. Seitdem haben  sich DCseven nicht nur in ihrer Heimatstadt einen Namen gemacht. Mehrere Preise, viel Lob von Kri­tikern und Publikum und ein Musikvideo gehören mittlerweile zur Erfolgsgeschichte. Dieter Unger er­zählte uns von den Anfängen und der nächsten Herausforderung.

MM: Seitdem im Juni letztens Jahres euer Debütalbum erschienen ist, ist einiges passiert. Welche Entwicklung war für euch die wichtigste?

Dieter Unger: Das kann man wirklich so sagen. Wir haben uns alle riesig gefreut über das tolle Feed­back sowohl vom Publikum als auch aus Fach­kreisen auf unser Debütalbum „Destiny“. Und was da alles in so kurzer Zeit passiert ist, hat unsere Erwartungen sogar übertroffen. Das High­light dabei war ganz klar unsere Teilnahme am 32. Deutschen Rock & Pop Preis 2014 und der Ge­winn von sage und schreibe acht Preisen … Das hat uns wirklich aus den Socken gehauen.  Am 13.12.2014 in der Siegerlandhalle in Siegen beim Finale live auf der Bühne stehen zu dürfen und dann auch noch den ersten Preis als beste Funk-&-Soul-Band von der Bundesjury verliehen zu be­­kommen, das haben wir sehr genossen und es hat uns auch sehr stolz gemacht. Ein unvergesslicher Tag mit tollen Fans und jeder Menge toller Musik – vielen Dank noch mal dafür. Von den anderen sieben Preisen haben wir uns besonders über die Auszeichnungen für den „besten englischsprachigen Song des Jahres“ („Cry“), für die „beste Pop­­sängerin“ und einen zweiten Platz für das „beste CD-Album des Jahres“ gefreut.

Daneben gab es aber auch noch ein paar weitere sehr schöne Entwicklungen. So erhielt „Des­tiny“ z.B. eine positive CD-Besprechung in der Novemberausgabe 2014 der Gitarre & Bass.

Und bei WDR 2 wurde unser Song „Cry“ in der Sendung „Made in Germany“ unter der Rubrik „Musikszene NRW“ vorgestellt. Dabei durften wir uns nicht nur über unseren ersten überregionalen Radioplay freuen. Auch hier gab es darüber hinaus eine sehr positive Resonanz: DCseven konnten nämlich das anschließende Publikums­voting im Wettstreit mit drei anderen Bands aus NRW zweimal hintereinander gewinnen. Und nicht zuletzt nahm das WDR-Fernsehen unseren Erfolg beim Deutschen Rock & Pop Preis zum Anlass, in seiner Sendung Lokalzeit Aachen in einem sehr schönen Beitrag über uns zu berichten.

MM: Eure Sängerin Sandra habt ihr durch ein Casting ausgewählt. Wie lief die Suche ab?

Dieter Unger: Das stimmt so nicht ganz, ei­gent­lich ist uns Missi, wie sie lieber genannt wird, eher „zugelaufen“. Vielleicht muss ich, wenn ich darf, auch hier ein bisschen ausholen. Mit der Grün­dung von DCseven und der Produktion eines pro­­fessionellen Albums habe ich mir einen Lebens­traum erfüllt. Ich spiele seit meinem 13. Lebensjahr ununterbrochen in Bands, aber dieser Traum, das auch mal in ein wirklich professionelles Produkt münden zu lassen, blieb bis dato unerfüllt. Als ich mich dann dazu entschied, war von Anfang an für mich klar, meine musikalischen Ideen mit einer geilen Frauenstimme umsetzen zu wollen. Die haben wir – unser Keyboarder Ralf und unser damaliger Schlagzeuger – dann tatsächlich über ein Casting gesucht. Als wir nach ca. einem halben Jahr, in dem wir eine Reihe sehr guter Stimmen gehört hatten, uns aber noch nicht entscheiden konnten, schließlich dachten, unsere Sängerin gefunden zu haben (sie hatte bereits zugesagt), lief mir noch am gleichen Abend vor dem Musikbunker Aachen, in dem sich unser wie auch viele andere Proberäume befinden, zufällig Missi über den Weg. Irgendwie kam ich ihr wohl bekannt vor, und sie fragte mich, ob wir schon mal zusammen Musik gemacht haben. Ich verneinte das, konnte mich aber gut daran erinnern, sie vor Jahren einmal als Referendar in Französisch in der Oberstufe unterrichtet zu haben. Da mussten wir beide herzhaft lachen und haben uns über dieses zufällige Wiedersehen gefreut. Als dann die von uns ausgewählte Sängerin ihre Zusage aus privaten Gründen wieder zurücknahm, wurde mir der Sinn meiner Begegnung mit Missi schlag­artig bewusst. Ich nahm sofort Kontakt zu ihr auf und seitdem ist sie unsere Sängerin. Das Schick­sal hat mir also für ein auftretendes Problem die Lösung desselben quasi auf einem Silbertablett serviert, wofür ich bis heute sehr dankbar bin. Missi und ich haben diese unsere Begegnung auch immer als schicksalhaft empfunden, einer der Hauptgründe übrigens für die Wahl von „Destiny“ als Albumtitel.

dcseven

 

DCseven – „Destiny“
VÖ: 19.06.2014

www.dcseven.de | www.facebook.com/dcsevenband

 

Web: www.dcseven.de | Interview: Jana Moysich | Foto: Ludwig Czapla

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2015.

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