Der erfolgreiche Video-Release

Das Märchen vom schnellen YouTube-Erfolg wird immer noch gerne so dargestellt: Band lädt Video hoch, wie von Geisterhand wird das Video geklickt, geteilt, alles wird „viral“ und plötzlich tanzen alle Gangnam Style. Wenn wir aber genau hinsehen und -hören, stellen wir fest, dass auch ein scheinbar simpler Video-Upload nahezu wie eine Albumveröffentlichung beworben werden will.

Ein Musikvideo hatte schon immer zwei Funk­tio­nen: Es soll unterhalten und gleichzeitig Wer­bung machen. Werbung für die neue Single oder das bevorstehende neue Album. Somit war es seither auch Aufgabe der Labels, dieses Werbe­mittel bei den Fans zu bewerben. Heute hat sich zwar das Medium, nicht aber die Vorgehens­weise geändert: Man macht Werbung für die Werbung, um am Ende die Verkäufe eines Pro­duktes, hier der Musik, zu optimieren.

Um das Beste aus einem Video Release herauszuholen, müssen Vorbereitungen getroffen werden, die zusammengefasst durchaus als Kam­pagne bezeichnet werden können. Aufgaben innerhalb der Band sollten klar verteilt werden, das Video bereits vor der Veröffentlichung hochgeladen, aber noch auf „nicht öffentlich“ geschaltet werden. So lassen sich manche böse Überraschungen vermeiden und einem entspannten Release sollte nichts mehr im Wege stehen.

Am Tag der Veröffentlichung geht es dann rund im Lager der Band. Alle Aufmerksamkeit gilt dem neuen Video, dessen Veröffentlichung und vor allem der Vermarktung dieses Clips. Nachdem das Video dann endlich freigeschalten wurde, geht es darum, bereits am ersten Tag die größtmögliche Wirkung zu erzielen. Aber wie?

 

Text: Julian Angel | Foto: © Rawpixel/Fotolia.com
Julian Angel ist Organisator der MusicBiz Madness Konferenz, die am 11.10.2015 in Frankfurt/Main stattfindet. DRMV-Mitglieder er­halten einen Sonderrabatt. Die Anmeldung wird ca. ab Juni 2015 möglich sein. Über den MusicBiz Madness Newsletter bleibst du auf dem Laufen­den und erhältst weitere Tipps rund um das Musikbusiness: www.musicbizmadness.de | www.musicbizmadness.de/newsletter

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2015.

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