Die Zukunft der Musik „Legale“ digitale Distribution

Eine Reihe von digitalen Online-Musikvertriebs diensten wurde 2003 und 2004 lanciert, darunter iTunes, Rhapsody, Musicmatch, BuyMusic, Wippit, OD2, Sony Connect, WalMart Music Downloads und der neue Napster. Und weitere werden zweifelsohne folgen, inklusive MSN und Virgin Digital. Während wir dies schreiben, bietet iTunes ungefähr 700.000 autorisierte Music Tracks online an (nur USA und Großbritannien). Außerhalb der USA und Großbritannien werden weniger Tracks angeboten aufgrund von Lizenzierungsangelegenheiten und Gebietsbeschränkungen, die in den meisten Ländern gelten.

Dies macht weniger als acht Prozent des aktiven Song-Universums (geschätzte acht Millionen) aus und ist weniger als ein Prozent des verfügbaren, weltweiten Musik kataloges (geschätzte 50 Millionen Aufnahmen). Es ist ein recht guter Start, aber noch kaum konkurrenzfähig mit den virtuellen Mega-Sammlungen mit Millionen von Tracks, die von den führenden P2P-Tauschbörsen und ihren „Darknet“-Gegestücken, obgleich unautorisiert, angeboten werden.

Man vergleiche diese Zahlen mit den bescheidenen 10.000 CD-Titeln, die in einem durchschnittlichen Plattenladen irgendwo auf der Welt geführt werden, und es ist leicht verständlich, warum der digitale Musikvertrieb, ob legal oder nicht, für die Benutzer so anziehend ist. Die P2P-Archive von KaZaA bieten an einem durchschnittlichen Tag mehr als zehn Millionen Dateien an, die online getauscht werden, und dies ist nur einer von vielen P2P-Diensten, deren Zahl trotz der Klagen und der angstmachenden Öffentlichkeits-Kampagnen immer größer wird.

In diesen Zahlen bestätigt sich Metcalfs digitales Network-Mantra: „Die Leistung eines Netzwerkes ist exponentiell zu der Anzahl seiner Benutzer.“ Jedes Content-Vertriebssystem, das auf einem Zentralserver basiert, wird da schwer mithalten können.

Mit freundlichem Dank an den Musikmarkt Verlag.
Musikmarkt Verlag | David Kusek/Gerd Leonhard: Die Zukunft der Musik | ISBN: 3-9811024-0-1
Textquelle: Musikmarkt |Foto: © Sergey Nivens/Fotolia.com

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2013.

Redaktion

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