Klaus Kreuzeder – aus dem Leben des Münchner Saxophonisten

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

was macht ein bekannter und schon gereifter Musiker, wenn er aus gesundheitlichen Gründen gezwungen ist, seine aktive Karriere als Saxophonist „an den Nagel zu hängen“?
Ja, genau – er schreibt ein Buch und produziert eine DVD über seine wundervollen fast 40 Jahre als Profi!

Auch ich habe mich entschlossen, diesen Schritt zu tun, da meine Atemmuskulatur durch die „Nebenwirkungen“ zweier Dauererkrankungen in den letzten drei Jahren so geschwächt wurde, dass ich nicht mehr auf dem Niveau, mit der Kraft und Verve blasen kann, die ich selbst von mir erwarte. Es müsste erst ein Wunder geschehen, dass meine Kurzatmigkeit sich bessert. Mein geliebtes, gebogenes Sopran-Saxophon von Yanagisawa – „mein Baby“ – wird mir ab sofort bei anderen künstlerischen Tätigkeiten zusehen, die ich aber erst noch Stück für Stück gründlich und konsequent entwickeln muss. Meinen wunderbaren Instrumenten habe ich in fünf Jahrzehnten unzählbar viele spannende, erregende und glückliche Stunden zu verdanken.

Der Abschied vom aktiven Musizieren ist selbstredend ein harter Akt! Aber mein ganzes Leben hat mir immer wieder gezeigt, dass es besser ist, unverrückbare Dinge sehr zügig zu akzeptieren, als sich zeitlebens mit Unabwendbarem zu kasteien – also tue ich es auch jetzt! Deswegen weine ich meiner herrlich erlebnisreichen Zeit als professioneller Saxophonist und Komponist nur eine Träne nach und setze einfach alles auf eine neue Zukunft. Ich werde mir echt Mühe geben, das vor mir liegende neue Lebenskapitel genauso intensiv, lustvoll und hoffnungsfroh mit Herz und Liebe zu gestalten, damit Ihr weiterhin gerne miterleben wollt, was ich tue – es gibt zum Glück noch mehr, was einem Künstler Sinn und Spaß machen kann.

Web: www.klauskreuzeder.com
Text: Klaus Kreuzeder | Foto: Klaus Beer

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 01/2013.

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