Matthias Weisheit – Gitarrist, Singer-Songwriter, Bassist, Komponist, Textdichter, Produzent/Arrangeur, Lehrer/Dozent

MM: Du bist musikalisch unglaublich aktiv. Kannst du uns einen kleinen Überblick über deine aktuellen Projekte geben?

Matthias Weisheit: Hauptsächlich komponiere ich viel, neben Heavy Metal und Metal Instru­mentals, in vielen Stilrichtungen. Rock, Pop, Singer/­­Songwriter, Country in allen Variationen, Jazz und auch Children’s Music, Ambiente, World etc. Für Music Libraries, Song Castings und Pit­ching Lists.

Und natürlich für „Gasoline Phoenix“, mein Projekt/ meine Band, was ich schon seit Jahren verfolge. Ehemals „Gasoline“, solo acoustic und Bandbesetzung mit sechs Mitgliedern, damals auch mit Rita Van Nek (u.a. Supertalent 2012). Seit ca. zwei Jahren besteht „Gasoline Phoenix“ im Akustik-Duo mit Barbella J an der Gitarre, Gesang, Percussion und ebenfalls Songwriting. Sie ist eine tolle Musikerin und Songschreiberin. Eine elektrische Band ist wieder geplant, das Akustik-Arrangement steht aber derzeit im Vorder­grund und bereitet viel Freude und vor allem Einsicht in die Aussage der Songs. Eine EP- oder eine Album-CD-Veröffentlichung steht an. Kom­positionen gibt es en masse und wir spielen derzeit vereinzelte Livekonzerte in zunehmender An­zahl. Geplant ist ebenso die VÖ meines Back­katalogs, bestehend aus 150+ Kompositionen in verschiedenen Stilrichtungen, instrumental und mit Gesang, digital oder auch zusätzlich physisch. Dazu war ich im Dezember 2014 eingeladen, um in der Jury des Deutschen Rock & Pop Preises in Siegen zu sitzen – eine tolle, interessante und verantwortungsvolle Sache.

Nach meiner Rückkehr aus den USA begann ich dann hier in Deutschland auch wieder zu unterrichten und habe mit einem Freund eine eigene Musikschule gegründet. „Rolling Music Creative“ (www.rm-c.eu). Wir haben vor Kurzem die staatliche Anerkennung für Unterricht für Saiten­instrumente (Gitarre, Bass, Ukulele etc.) und Keyboard erhaltenen (anerkannt für die ordnungsgemäße Ausbildung zum Berufsmusiker, staatl. Schulamt § 4 Nr. 21a, bb, UStG). Eine Statistik sagt, dass (nur) circa ein Prozent aller musikalisch aktiven Menschen dieser Welt alleine von Musik gut leben können. Ohne Nebenjob oder unterrichtender Tätigkeit.

Dazu stehe ich natürlich noch als Musiker zur Verfügung, als Sideman an Gitarre/Gesang/Bass/ Key, für Studio und live, als Produzent, Arrangeur und Komponist/Songwriter.
Wie z.B. für einen Nachfolgeauftrag aus den USA in 2014 – zu einem Tribute Sampler der italienischen Metal-Legende Strana Officina. Song­titel „Burning Wings“ auf dem Sampler „Officina dei Sogni 2“ (Loud & Proud Records). Ich arrangierte und spielte alle Gitarrenspuren hier in Deutschland. Schlagzeug und Gesang wurden im Trident Studio in Pacheco, CA aufgenommen, wo auch alles abgemischt wurde. Leather Leone am Gesang, Scott Warren am Keyboard, den Bass spielt hier Bjorn Englen. Alles geschah über das Internet.

 MM: Du hast auch schon einige Monate in Amerika gelebt. Was hat dich damals bewogen, nach Übersee zu gehen?

Matthias: Die musikalische Herausforderung. Nachdem ich die Möglichkeit hatte, in die USA zu gehen und dort zu arbeiten, stellte sich die Frage, wohin. Nach Erinnerungen an New Orleans, Atlanta, Nashville, New York, New Jersey und Boston etc. und aktuellen Testreisen nach Texas (Austin, Houston) und Kalifornien, Los Angeles und Sacramento, wo eine kurze Zusammenarbeit und ein Livekonzert auf dem Monsterfest in Merced mit Sacramentos „Twitch Angry“ zustande kamen, war es klar: LA/Hollywood  – das ich schon kannte durch mein Studium am Musicians In­sti­tute. Dort fand ich auch durch das Student Alumni Network Anschluss an Musiker: Leather Leone und Sandy Sledge, die eine lange gemeinsame musikalische Vergangenheit haben. Nach einer längeren Pause hatten sie eine An­frage zu einem Tribute-Song („Egypt“) für eine Dio Compi­lation und es folgte ein Engagement für das Keep-It-True-Festival 2011 in Deutschland, Lauda-Königs­hofen. So entstand für beide der Gedanke, wieder gemeisam Musik zu schaffen, als „Sledge Leather“. Sie schalteten eine Anzeige im MI Alumni Network, ich antwortete.

Die Audition und Herausforderung bestand aus dem Kreieren von Riffs zu einer Akkordfolge, es war der Titelsong „Imagine Me Alive“, inspiriert von Rev/Avenged Sevenfold. Ich schickte ein Video ein, dann war alles klar. Die Arbeit an „Imagine Me Alive“ begann somit eigentlich schon in Deutschland, da weitere Songs schon halb fertig waren und ich weitere Riffs und fehlende Song­teile kreierte und arrangierte. Nach meiner Ankunft wurde der Groß­teil der Songs gemeinsam innerhalb von zwei Wochen nördlich von San Francisco komponiert. Eine große Motivation, denn Bay Area San Francisco lag um die Ecke – ich bin u.a. mit Trash Metal der 80er-Jahre gitarristisch aufgewachsen – und unser Produzent Juan Urteaga arbeitet u.a. mit Testament und Machine Head und kannte die Musiker von Metallica. Ich arrangierte alle Gitarren­parts zu den Songs aus und wir machten eine Demo-Vorproduktion.

 

Web: www.gasoline-music.com | www.rm-c.eu | www.leatherleone.com | Interview: Jana Moysich | Fotoquelle: Matthias Weisheit

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 03/2015.

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