Musiker trifft auf Versicherungsmensch – Wir sprechen über die Absicherung von Übungsräumen und die Transporte zum Gig

Normalerweise liest man schon beim Wort Versicherung nicht mehr weiter. Aber hier lohnt es sich …

Was passiert denn, wenn meine Lieblings­stücke zu Schaden oder gar abhandenkommen? Die we-nigsten werden einen Schaden am Equipment aus der Portokasse bedienen können und ab einer gewissen Höhe kann es auch existenzbedrohend sein.
Die Musiker und Bands wissen es selbst am besten: Ihre Musikinstrumente sind das absolute Herzstück und haben neben dem materiellen Wert meist noch einen sehr hohen emotionalen Wert. Die meisten Bands nutzen speziell angemietete Räume für ihre Proben und zudem auch zur Lage­rung ihrer Instrumente, damit man nicht immer das Equipment hin- und hertransportieren muss.

Christian Raith, Geschäftsführer und Inhaber der Eberhard, Raith & Partner GmbH – erpam wird uns bei Fragen, die Musikern immer wieder zu schaffen machen, mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir haben nachgefragt – aus Sicht eines Musikers.

MM: Die erste Frage wäre gleich schon mal: Was passiert, wenn nachts in unseren Übungs­­raum eingebrochen wird und diverse Kleinteile und vor allem noch die teure Gitarre, was zudem ein Liebhaberstück mit mittlerweile weitaus höherem Wert als der Anschaffungswert war, entwendet wird?

Christian Raith: Nun, vorneweg unterstellen wir einmal, dass eine Versicherung der Musikin­strumente besteht und nicht nur eine Hausrat­versicherung vorhanden ist. In dem Fall gestaltet es sich relativ einfach. Selbstverständlich ist der o.g. Schaden im Rahmen der Musikinstru­menten­versicherung abgedeckt. Sowohl die Kleinteile als auch die Gitarre werden ersetzt. Bei den Klein­teilen wird der Neuwert erstattet und bei der Gitarre der derzeitige Wert. Dieser kann bei speziellen Instrumenten auch über dem Neuwert
liegen. Wichtig ist nur, dass man die richtige Ver­sicherungssumme abdeckt. Im Zweifel helfen auch Wertgutachten, wenn es z.B. die gute alte Gibson Les Paul ist.

MM: Und wenn ich während der Bandprobe aus Versehen den Bass des Bandkollegen vom Stuhl stoße und er dabei beschädigt wird?

CR: Hier kommen zwei Versicherungen in Be­tracht. Die Haftpflichtversicherung des Musikers erstattet den Schaden an dem Bass des Band­kollegen. Wichtig zu wissen ist, dass hier nur der Zeitwert bezahlt wird. Hintergrund ist, dass man nach deutschem Recht für den Schaden aufkommen muss, den man verursacht hat. Man könnte theoretisch auch Sachersatz leisten. Hat jedoch der Bandkollege auch eine Musikinstru­menten­versicherung oder sie besteht für die ganze Band, dann kann man es auch über diese Versicherung abwickeln. Der Vorteil ist, dass dann der Neuwert erstattet wird. Was natürlich bei einem Total­schaden ganz komfortabel ist.

 

Web: www.erpam.com | Interview: Musiker Magazin | Foto: © Nejron Photo/Fotolia.com

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2016.

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