Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg! – Interview mit Laura Neubauer, Gründerin des Labels „Lacave records“

Lacave records wurde von Laura Neubauer im August 2014 gegründet. Die Ideologie des Musiklabels findet deutschlandweit ihre An­erkennung, wodurch sich das bei Gründung aufgestellte Team von sechs Personen nach einem halben Jahr auf 35 Personen erweitert hat. Be­werbungen treffen aus der Schweiz, Spanien und Österreich ein. Tonstudios aus ganz Deutschland haben sich dem Musiklabel angeschlossen.

MM: Laura, im vergangenen August hast du das Label Lacave records gegründet. Wie kam es dazu?

LAURA: Kurz und knapp: Ich habe mein eigenes Label gegründet, da ich immer wieder von Labels und Musikern betrogen worden bin. Ich habe mich rund zwei Jahre vor der Gründung mit der Ma­terie der Labelarbeit beschäftigt und sie studiert. Ich habe mir entsprechende Hilfe und Beratung ge­holt und meinen Traum zur Wirklichkeit gemacht. Zu viele Talente auf dieser Erde werden nicht ge­fördert und gehört. Ich habe mich entschlossen, mich auf den Bereich Newcomer zu spezialisieren. Für mich persönlich ist es eine Lebens­aufgabe, guten Stimmen eine Plattform zu geben, damit sie sich selbst verwirklichen können. Die Entwick­lung der Künstler zu beobachten und mitzuerleben ist einfach toll. Das beste Beispiel, was ich euch hier verraten kann, ist mein Künstler Dr. Bongi. Er schickte mir seine Demos per Facebook. Er war mein erster Künstler und so habe ich ihn auch behandelt und behandele ihn heute noch so. Wir nahmen zunächst seine Single „Fernweh“ auf. Mittlerweile ist sie auch veröffentlicht, doch zunächst musste ich schauen, ob meine Kollegen und ich mit ihm arbeiten können und wollen. Das Ganze hat prima geklappt. Da Dr. Bongi den Willen hatte, mehr zu tun und ein Album herauszubringen, und mir dies ernsthaft zeigte, entschied ich mich, das Album mit ihm zu produzieren. Das wird dieses Jahr zum Abschluss gebracht werden. Er hat einige Rota­tionsspielungen durch unsere Bemusterungen und wurde sogar für den deutschen Musikpreis nominiert. Auch sein erstes Konzert im Dezember hat er prima gemeistert.

MM: Was war bei der Labelgründung das Schwerste und Mühsamste?

LAURA: Ganz ehrlich? Vertrauenswürdige Partner zu finden. Die Arbeit an sich fiel mir leicht, da ich mein Label hauptberuflich betreibe und somit keinen großartigen Druck hatte – zumindest anfangs. Ich wusste, was auf mich zukommt. Ich habe seit August öfter Geschäftspartner getauscht und ersetzt, wie andere ihre Zahnbürste benutzen. Die schwarzen Schafe geben sich aber oft schnell preis, und so fällt es mir leicht, sie direkt auszutauschen. Es sind die tollen Musikmanager, die nur Gutes wollen – natürlich. Es sind Veran­stal­ter, die 50 Prozent der Gagen einbehalten wollen – natürlich. Und vor allem sind es Firmen und vorgegebene Veranstalter, die ihre Chance wittern, die Newcomer auszubeuten. Es waren sogar Menschen dabei, die mir sagten, dass ich mein Label so nicht führen dürfe, da meine Künstler sonst machen, was sie wollen. Ich könnte euch jede Menge Geschichten erzählen.

 

Web: www.lacave-records.com| Interview: Janina Heinemann | Foto: Gelner Fotografie

Den kompletten Bericht findet Ihr im MUSIKER-Magazin 02/2015.

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